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Frage: Mich lässt das Totalverlustrisiko einfach nicht los! Das gibt es bei Immobilien und Aktien doch auch! Aber da wird kaum davon geredet. Bei Aktien rät man, Geduld zu haben und liegen zu lassen, der Kurs komme schon wieder und bei Immobilien wird von Substanz- und Sachwert erzählt (der stets den Geldwert schlägt wegen Inflationsschutz und sowas). Und tatsächlich hat die Immobilie gar keinen Marktwert mehr, weil sie niemand haben will, also in Wahrheit auch ein Totalverlust.

Dieses Substanzwertgetue ist doch auch oft genug völlig falsch, oder?


Antwort: Nun, ein klein wenig hat sich der Gesetzgeber bei der vorgeschriebenene Risikoerklärung schon gedacht. Die Tatsache, dass es eben im derivativen Bereich um zeitlich begrenzte, rechtliche Konstrukte handelt, ist sehr bedeutsam. Wer einen Terminkontakt erwirbt, bekommt in der Regel keine Ware geliefert (die dann im übrigen wesentlich teurer wäre als der Terminkontrakt wegen des hohen Hebels), sondern einen Barausgleich, der zu einem vorher festgelegten Stichtag fällig ist, weil dann der Terminkontrakt bzw. Optionen hierauf auslaufen. Und wenn dann die Kursentwicklung entgegen  der eingegangenen Wette anders verlaufen ist, bleibt nichts übrig, und das ist schlicht ein Totalverlust. Bei Aktien hängt die Hoffnung an einem Buchwert oder Substanzwert, Know-How oder anderem, und es gibt keinen letzten Handelstag: dies schützt einen Käufer aber bei Insolvenz auch nicht vor einem Totalverlust. Und wenn ganze Märkte wegbrechen wie ehedem der „Neue Markt“, bleibt nicht viel übrig, denn ob 100 Prozent oder nur 90 Prozent verloren gehen, macht in der Praxis des Lebens kaum einen Unterschied. Selbst angeblich solide Standardwerte haben in jüngster Vergangenheit Kursverluste von 25 bis 60 Prozent an einem einzigen Tag (!) hinnehmen müssen, mithin kaum besser als mögliche Verluste mit einem Terminkontrakt. Noch schlimmer kann es mit Immoblilien und Fonds hierin aussehen. Die vermeintliche Sicherheit eines Sachwertes ist in der Sache gar nichts wert, wenn die Immobilie unverkäuflich ist. Da hilft auch kein amtliches Schätzgutachten mit eindrucksvollen Zahlen (im Fondsprospekt?) weiter. Und wenn die Immobilie auch noch leer steht (und deshalb erst Recht keinen Käufer findet), kostet sie zusätzlich an Verwaltung und Instandhaltung, was nicht durch Mieteinnahmen abgedeckt werden kann. Also auch hier ein echter Totalverlust des investierten Kapitals trotz „Substanzwertes“. Auf solch miese Tour werden immer wieder Anleger von geschlossenen Fonds Schrottimmobilien untergejubelt (beigemischt), was diese zum Vorteil der Gauner erst vergleichsweise spät merken, und diese sich dann leicht mit unvorhersehbaren, geänderten Marktbedingungen und prallen Geldkoffern längst  aus dem Staube gemacht haben. Ich kann überhaupt nicht erkennen, worin hierbei im Endeffekt ein riesiger Unterschied zu einem derivativen Produkt sein soll, wenn irgendwann die Abrissbirne eine fehlgeplante Immobilie auf der grünen Wiese wieder platt macht. Ganz im Gegenteil, ein Derivat ist in der Regel börsentäglich handelbar und damit unter Umständen Verluste begrenzbar, einen Vermögensvernichtungs-Immobilie mit laufenden Folgekosten will niemand handeln. Es könnte aber sein, dass intelligente Köpfe in Regierungsverantwortung auch mal zu ähnlichen Einsichten gelangen und damit die Derivate mit der gesetzlich vorgeschriebenen Risikoaufklärung nicht ganz allein in die „Teufelsecke“ stellen, sondern vermeintliche Substanzwerte mit adäquaten Risikowarnungen versehen. Klar, dass sich jeder schwer tut, eine Risikoerklärung mit mehrfach drastischen Hinweisen auf Totalverluste zu unterschreiben, wenn er das zum ersten Mal liest. Doch die vermeintlich bessere Alternativen sind bisweilen schlechter, weil sie etwas vorgaukeln (dürfen), was längst nicht immer den Tatsachen entspricht. Sie verstehen so in etwa, was ich meine? Gut.

Millionen

Kennen Sie den?

Ein neugieriger Finanzjournalist

fragt einen altgedienten Banker aus der Spezialabteilung für Derivate:

“Warum gibt es eigentlich so viele Optionsscheine und Zertifikate auf Aktien

- man spricht von über 400.000 Varianten!?” Antwort: “Damit der Käufer

noch schneller als im normalen Aktienhandel sein Geld verliert.

Das ist schließlich unser Gewinn, verstehen Sie!?”