Warentermingeschäfte Investmentclub
Die Mitglieder der Investmentclubs
Trader Biografie
terra incognita
Finanzkrise
Vermittler von Clubmitgliedschaft im Warentermingeschäft
Veruntreuung
Zinsen
Maximalprofit
Verbote im Derivatehandel
Multi-Trader
Währungsrisiko
Kapitalbindung
Angeber
Track Record
Andere Investmentclubs
Aktien Ausland
Sachwerteinvestitionen
Nur 850 Euro
Kommissionen
Gesetze
Millionen
Vorträge über Forexhandel_und_das Warentermingeschäft
WTG Skripte
Forex Reichtum
Das Boshafte
Clubsatzung
Clubsatzung
Satzung 3 v. 3
Impressum

Empfehlen Sie diese Site an intelligente Anleger weiter!

Frage: Das Investment-Club Konzept in allen Ehren - und ich wünsche Ihnen Erfolg dabei! -, aber ich bevorzuge einen durch und durch klar strukturierten, etablierten und anerkannten Fonds unter amtlicher Aufsicht wie z.B. Hedge-Fonds, die auch in schwierigen Zeiten Geld machen können, wenn die Aktienkurse nicht nur am steigen sind. Was halten Sie von Fonds, die in echten Werten investieren, wie z.B. Gold als Sachwert? Kennen Sie etwas Empfehlenswertes?


Antwort: Eigentlich brauchten Sie bei der Clubidee nichts zu befürchten ausser dem aus guten Grund  gewollt nützlichen Risiko, aber ich respektiere Ihre Entscheidung dagegen. Ihre Idee mit Hedge-Fonds

 ist ebenso cool, allerdings gibt es einige Restriktionen hierzulande dabei, die noch nicht aus dem Weg geräumt wurden. Da ist zunächst die absurde Tatsache zu nennen, dass einzelne Hegde-Funds nicht öffentlich beworben werden dürfen, sondern nur Dach-Hedge-Funds. Dieser Idee liegt wohl die irrige Annahme zugrunde, dass dadurch das Risiko geringer wäre, aber sie missachtet die Tatsache, dass es mindestens ein Dutzend verschiedener Hedge-Fund-Stile gibt, die miteinander nichts gemein haben. Da die Weisheit der politische Führung, die für diese Regelung verantwortlich zeichnet, bisweilen grenzenlos ist, verweise ich in diesem Zusamenhang nur erneut auf die Seite „terra incognita“. Zudem ist die Bereitschaft der Banken gering, Auftrags-Leerverkäufe auszuführen. Immerhin sind doch gut zwei Drittel aller Hedge- Funds auf diesem Felde tätig. Der Rest verfolgt gänzlich andere Ziele und Stile. Die Orientierung auf internationale Hedge-Fonds ist also sinnvoll. Beachten Sie aber auch, dass Hedge-Fonds rechtlich nicht so reglementiert sind wie Aktienfonds, sie sind deutlich intransparenter (das Management hat häufig kein gesteigertes Interesse daran, Wettbewerber auf die wahrgenommenen Marktchancen aufmerksam zu machen). Zwar hat es nach der internationalen Finanzkrise neue Regelungen gegeben, die Freiheit ist dennoch groß. Ein Aktienfonds darf z.B. nicht mehr als 10 Prozent eines einzelnen Wertes halten, publiziert dies, und muss zum Großteil auch investiert sein, weil er sich sonst dem berechtigten Vorwurf eines Etikettenschwindels ausgesetzt sähe, wenn hohe Barbestände gehalten würden: die Kunden haben schließlich keinen Geldmarktfonds gezeichnet. Ein Hedge-Fonds muss nicht investiert sein und kann mit Kredit einen Hebeleffekt erzeugen. Dies gilt für den Club übrigens gleichermaßen: der Trader führt ein event-trading durch, d.h. er engagiert sich nur bei bestimmten Ereignissen, die Kursbewegungen verursachen könnten, muss es aber nicht. Und die Hebelwirkung bekommt er automatisch aufgrund der niedrigen Einschußforderungen für die Terminkontrakte, die von den Börsenplätzen festgelegt sind und aus Sicherheitsgründen unter Umständen von dem beteiligten Brokerhaus etwas höher angesetzt werden. Nun noch kurz zu Ihrer zweiten Frage. Gold ist zwar ein Sachwert, allerdings eben auch Gegenstand der Spekulation, die mal größer, mal kleiner ist. Zur Jahreswende 1979/80 erreichte der Goldpreis Höhen von über 850 $/oz. Und in einer großen Tageszeitung konnten Sie damals haufenweise Kleinanzeigen von Leuten finden, die Ihre Krügerrands zum Kauf anboten, mithin eine ähnliche Torschlußpanik, wie wir das bei der Aktienzuteilung von Neuemissionen am Neuen Markt erlebt hatten, den es nicht mehr gibt und der durch den TecDax ersetzt wurde. Ich sage damit, dass Sie sehr genau schauen sollten, was vermeintlich echte Werte sind und welche durch das Verändern des Wertebewußtseins im Preis langsam hochgejubelt werden, damit andere Kasse machen können (vgl. z.B. Diamanten!). Sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie auch mit sogenannten echten Sachwerten (siehe viele Immobilen nicht nur in den Neuen Bundesländern!) den Kürzeren ziehen. Auch diese Werte unterliegen den Spielregeln einer Marktwirtschaft und müssen getradet werden, d.h. der Markt muss beobachtet und günstige Kauf- und Verkaufsgelegenheiten müssen wahrgenommen werden. Ein Fondsmanager in diesem Bereich hat sich adäquat zu verhalten und darf der Suggerierung echter, und damit implizite stabiler Werte nicht verfallen, wenn er dauerhaft erfolgreich sein will und der Kapitalanleger als Zeichner eines solchen Investmentfonds ebenfalls nicht.


Nur 850 Euro Nur 850 Euro

Kennen Sie den?

Am Stammtisch erzählt ein Anleger seinem Freund:

Du, mein Banker hat mir eine superlukrative, totsichere

Kapitalanlage angeboten, denn er sagte, er habe ein

ganz schlechtes Gewissen, nachdem ich mit seiner

letzten Empfehlung ziemlich große Verluste gemacht hatte.

Freund: Na, dann viel Glück mit dieser Anlageempfehlung,

Banker haben nämlich kein schlechtes Gewissen, sondern gar keines. Prost!